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Presseartikel: "Als es noch den Rohrstock gab"
   

Presseartikel: "Ein Modell sorgt für landesweites Aufsehen"

 

 

 

 

 

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Als es noch den Rohrstock gab...

Der Alltag war hart, die Kinder mussten zu Hause
mitarbeiten und der Lehrer sorgte mit dem Rohrstock für Ruhe im Klassenraum. Um 1750 gab es in Brake eine erste Schule in einem alten, sehr kleinen Kotten. 255 Jahre später verfügt
der Bielefelder Stadtteil über eine der modernsten offenen Ganztagsschulen in Nordrhein-Westfalen.

um1750: Der Schulbetrieb in Brake wird aufgenommen

ab 1772: Lehrer Schäffer mietet einen Kotten des Kolon Maag Brake Nr. 52 an der heutigen Grafenheider Straße an. Die Scheune dient als Klassenzimmer. Erst 1962 wird der Kotten abgerissen.

1830: Die Braker Gemeinde kauft ein 1 Hektar großes Grundstück an der Braker Straße. Das erste Schulhaus wird gebaut, es besitzt einen
Klassenraum, Stall und Lehrerwohnung.

1878: Ein zweites Schulzimmer wird
angebaut. Heute befindet sich dort der Paul-Husemann-Park.

1896: Das nächste Schulhaus wurde eingeweiht. Bis heute gilt das Gebäude als „die alte Schule“.

1908: Die Königliche Regierung Minden ermahnt die Braker Gemeinde, für mehr Schulraum zu sorgen.

1912: Im Sommer wird mit dem erforderlichen Schulbau begonnen.

1913: Am 1. April wird der so genannte Mittelbau feierlich eröffnet.

1927/28: Die Braker Turnhalle wird unter Beteiligung der örtlichen Vereine gebaut.

1928: Am 2. September wird die neue Sporthalle offiziell eingeweiht.

1938: Unter der Nazi-Diktatur wird die Turnhalle als Getreidespeicher zweckentfremdet.

1944: Am 26. November greifen Alliierte Bomber Bielefeld an. In Brake wird unter anderem das alte Schulhaus von1830 zerstört.

1945: Im Herbst kann der Schulbetrieb einigermaßen geregelt wieder aufgenommen werden.

1960: Neubau einer achtklassigen Schule an der Braker Straße. Nur so kann der vergrößerten Schülerzahl durch Flucht und Vertreibung
in der Nachkriegsjahren entgegen gewirkt werden. Die drei Schulgebäude sowie
die Turnhalle sind mit einem großen Schulhof räumlich miteinander verbunden.

1968: Die Schulreform tritt in Kraft. Durch die Trennung von Grund- und Hauptschule
besteht in Brake neuer Raumbedarf.

1971 bis 1973: Die Braker Gemeinde baut eine neue Hauptschule mit Großsporthalle
auf dem Gelände „Am Bohnenkamp“.

1973: Am 20. September erfolgt der Auszug der Hauptschüler aus dem Schulgebäude an der Braker Straße.

1974: Die neue Hauptschule wird im September feierliche eingeweiht. Im selben Jahr wird Brake eingemeindet und gehört seitdem als Stadtteil zu Bielefeld.

1989/90: Die Braker Hauptschule wird aufgelöst. Das Gebäude steht leer. Die Stadtverwaltung plant aus der Einrichtung ein Asylbewerberheim für bis zu 400 Menschen zu machen.

1989: Öffentlicher Widerstand der Braker Vereine und Parteien sowie des Schulleiters der Grundschule sorgt für neue Pläne für das noch
recht neue Gebäude.

1990: Die komplette Braker Grundschule zieht von der Braker Straße an den Bohnenkamp.
In den jetzt leer stehenden Gebäuden kommen
Kindertagesstätte, Stadtteilbibliothek und Heimatverein sowie Asylbewerber unter.

1996: Großbrand in der Grundschule. Das Gebäude wird komplett saniert.

2003: Die Grundschule wird zur offenen Ganztagsschule, bekommt ein neues Dach und eine neue Außenfassade.

 

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